Migration und Entwicklung

Migration und Entwicklung

Das Thema „Migration und Entwicklung“ spielt in politischen Diskussionen eine immer größere Rolle. Dabei durchdringen viele Klischees die Debatten. Die Beziehungen zwischen Migration und Entwicklung werden oft eindimensional und vereinfacht dargestellt.

In der europäischen Politik wird gerne ein Bedrohungsszenario heraufbeschworen, das der Öffentlichkeit den Eindruck einer Migrationsschwemme, vor allem aus Afrika, vermittelt. Um die Migrationsflüsse einzudämmen, müsse man die Kontrollen an den Außengrenzen Europas verstärken und gleichzeitig die Ursachen bekämpfen, die angeblich zu Migration führen. Positive Aspekte werden vernachlässigt.  

VENRO ist es ein besonderes Anliegen, die Chancen von Migration sowohl für die Herkunfts- als auch für die Zielländer hervorzuheben. In den öffentlichen Diskussionen wird dieser Aspekt zumeist vernachlässigt.  

Im VENRO-Positionspapier „Migration zulassen – Flüchtlinge schützen“ PDF vom Juli 2009 stellt der Verband folgende Aspekte in den Vordergrund:  
Mehr Entwicklung führt nicht zu weniger Migration. Das Gegenteil ist der Fall: Mehr Entwicklung führt zu mehr Migration. Flucht und Migration sind zwei unterschiedliche Begriffe. Ihre Bedeutungen dürfen nicht verwässert werden. Es gibt keine Migrationsschwemme. Nur etwa drei Prozent der Weltbevölkerung sind Migranten. Dieser Prozentsatz ist seit Jahrzehnten stabil, wie Statistiken der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zeigen.    

 Im Februar 2009 ist die VENRO-Broschüre "Migration als Chance" PDF erschienen. Sie ist das Ergebnis eines VENRO-Studientages zum Thema Migration und Entwicklung am 1. Oktober 2009.