Mindeststandards für Transparenz

Mindeststandards für Transparenz
VENRO unterstützt bundesweite Initiative    

Berlin, 23.06.2010 – Transparency International Deutschland hat heute gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus dem gemeinnützigen Sektor - darunter der entwicklungspolitische Dachverband VENRO - die „Initiative Transparente Zivilgesellschaft“ vorgestellt. Ziel der Initiative ist es, einen einheitlichen Transparenz-Mindeststandard zu etablieren. Damit soll einem möglichen Vertrauensverlust entgegen gewirkt werden.  

„Eine Spendenorganisation muss sich nach den Kriterien der Glaubwürdigkeit und der Integrität beurteilen lassen. Deshalb  hat VENRO  mit seinen 119 Mitgliedsorganisationen bereits 2008 einen umfassenden Verhaltenskodex verabschiedet. Die Initiative Transparente Zivilgesellschaft ist für uns ein weiterer Schritt in diese Richtung“, so Bernd Pastors, Vorstandsmitglied von VENRO. Denn Transparenz schaffe Vertrauen.  

Träger der Initiative sind neben  VENRO und Transparency Deutschland, der Bundesverband Deutscher Stiftungen, der Deutsche Fundraising Verband, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Naturschutzring DNR, das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen DZI, der Deutsche Spendenrat und das Maecenata Institut.  

Ziel der Initiative ist es, dass Stiftungen, Vereine und Verbände  zehn Informationen über ihre Organisation veröffentlichen. Diese Informationen sollen nicht nur dem Finanzamt oder der Stiftungsaufsicht, sondern der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.  

Der gemeinnützige Sektor erwirtschaftet jährlich rund hundert Milliarden Euro. Mehr als sechzig Prozent der verwendeten Mittel stammen aus Steuergeldern. In der Vergangenheit ist es zu Fällen von Intransparenz und Misswirtschaft im gemeinnützigen Sektor gekommen. Problematisch ist es vor allem, wenn Organisationen nicht erkennen lassen, von wem sie finanziert werden und wessen Interessen sie vertreten.                    

Karenina Schröder, Transparency Deutschland, Initiatorin der Initiative Transparente Zivilgesellschaft: „Die Glaubwürdigkeit und Integrität des gemeinnützigen Sektors wurde von wenigen schwarzen Schafen geschädigt. Einem beginnenden Vertrauensverlust, wie wir ihn in  Politik und Wirtschaft bereits beobachten konnten, muss für den gemeinnützigen Sektor mit aller Entschiedenheit entgegen gewirkt werden. Transparenz ist ein gutes Mittel dafür.“  

Den Wortlaut der Selbstverpflichtung und weitere Informationen zu der Initiative finden Sie hier

Den Verhaltenskodex von VENRO finden Sie hier

 

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Kontakt

Kirsten Prestin

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 0228 94677-14

k.prestin(at)venro.org