Behinderung und Entwicklung

- © G. P. Poloni, Handicap International Belgien
Weltweit sind derzeit rund 600 Millionen Menschen behindert, rund 70 Prozent von ihnen leben in Entwicklungsländern. Die überwiegende Mehrzahl der behinderten Menschen sieht sich Diskriminierung, Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt. Mit der Publikation „Entwicklung braucht Beteiligung: Wege zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Entwicklungszusammenarbeit“ zeigt VENRO auf, wie es gelingen kann, Menschen mit Behinderung am Entwicklungsprozess zu beteiligen und damit zu einer spürbaren Verbesserung ihrer Lebensbedingungen beizutragen.
Gewusst wie - Behinderung in der EZ
Teufelskreis Armut und Behinderung
Armut und Behinderung sind ein Teufelskreis, denn sie bedingen sich gegenweitig. Der Kreis kann nur durchbrochen werden, wenn alle Entwicklungsakteure sich mit diesem Thema befassen.
Im März 2010 hat VENRO das erste deutschsprachige Handbuch zur inklusiven Entwicklung herausgegeben. Die Broschüre ist ein praktischer Leitfaden, um Programme und Projekte für Menschen mit Behinderung zugänglich zu machen. Neben grundlegenden Informationen zum Thema wird anhand von konkreten Projektbeispielen gezeigt, wie deutsche Hilfswerke und ihre Partnerorganisationen einen inklusiven Entwicklungsansatz in die Praxis umsetzen können.
VENRO-Handbuch inklusive Entwicklung
Gewusst wie - Menschen mit Behinderung in Projekte der Entwicklungszusammenarbeit einbeziehen,
Februar 2010
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VENRO-AG
Die VENRO-AG „Behindertenarbeit in Entwicklungsländern“ befasst sich intensiv mit der Lobbyarbeit zur Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. So hat die Arbeitsgruppe (AG) den Entwurf für das von der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) Ende 2006 veröffentlichte, ressortübergreifende Politikpapier mit dem Titel „Behinderung und Entwicklung: Ein Beitrag zur Stärkung der Belange von Menschen mit Behinderungen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit“ kommentiert. Zudem hat die AG sich an dem Prozess zur Erarbeitung der UN-Konvention zum Schutz und der Förderung behinderter Menschen beteiligt. Die Konvention wurde am 13. Dezember 2006 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet.


