Pressemitteilungen Aktuell
Aktuelle Pressemitteilungen
04.02.2010
Politik muss bürgerschaftliches Engagement stärker fördern
Bessere rechtliche Rahmenbedingungen erforderlichBonn, 4. Februar 2010 – Bürgerschaftliches Engagement ist für eine lebendige Demokratie, aber auch für den Zusammenhalt einer immer stärker auseinander-fallenden Gesellschaft unabdingbar. Deshalb müssen in Deutschland die Rahmenbedingungen für ziviles Engagement deutlich verbessert werden. Dies hat jetzt das Bündnis für Gemeinnützigkeit in der „Genshagener Erklärung“ gefordert. Dem Bündnis gehört unter anderem der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) an.
„Gerade angesichts nachlassender oder sich verteuernder staatlicher Leistungen, kommt dem bürgerschaftlichen Engagement besondere Bedeutung zu“, so VENRO-Vorstandsmitglied Bernd Pastors. Dies gelte insbesondere für den Bereich Entwicklungspolitik. „Ohne das Engagement tausender Freiwilliger könnten wir unsere Ziele nicht erreichen.“
Komplette Pressemitteilung lesen27.01.2010
Verbindliches Afghanistan-Abkommen gefordert
Hilfsorganisationen skeptisch vor London-KonferenzBonn, 27. Januar 2010 – Die Bundesregierung muss sich auf der Afghanistan-Konferenz in London für ein verbindliches Abkommen einsetzen, das der zivilen Hilfe Vorrang vor dem Militäreinsatz einräumt, so die Forderung des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) im Vorfeld der internationalen Regierungskonferenz am 28. Januar. Truppenaufstockungen seien kein adäquates Mittel, um die Probleme des Landes zu lösen.
„Wir brauchen nicht mehr Soldaten in Afghanistan, sondern einen grundlegenden Strategiewechsel“, so der stellvertretende VENRO-Vorstandsvorsitzende Jürgen Lieser. Er glaube nicht, dass in London substantielle Veränderungen zu erwarten seien „Dass Außenminister Guido Westerwelle auf die Konferenz reist statt unserer Bundeskanzlerin, sagt sicher auch etwas über den Stellenwert der Konferenz aus. Ein historischer Meilenstein wird hier bestimmt nicht gesetzt.“
Komplette Pressemitteilung lesen16.12.2009
BMZ-Etat : Ziel verfehlt
Schwarz-gelbe FinanzierungslückenBonn, 16. Dezember 2009 – Der Bundesverband Entwicklungspolitik (VENRO) hat anlässlich des heute verabschiedeten Haushalts 2010 der Bundesregierung Wortbruch vorgeworfen. Mit dem neuen Etat könne Deutschland seine internationalen Verpflichtungen nicht erfüllen.
„Dass der BMZ-Etat von der neuen Regierung aufgestockt wurde, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die internationalen Zusagen die Deutschland gemacht hat, nicht eingehalten werden“, sagt VENRO-Vorstandsvorsitzender Ulrich Post. So bleibe völlig offen, wie die Bundesregierung ihr Versprechen an die Europäische Union (EU), die ODA-Quote bis 2010 auf 0,51 Prozent und bis 2015 auf 0,7 Prozent zu steigern, realisieren wolle. Der BMZ-Etat des kommenden Jahres soll 5,9 Milliarden Euro betragen, das sind 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Komplette Pressemitteilung lesen15.12.2009
Post folgt auf Warning
Neuer VENRO-VorsitzenderBonn, 15. November 2009 – Ulrich Post von der Welthungerhilfe ist neuer VENRO-Vorstandsvorsitzender. Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) wurde er mit großer Mehrheit gewählt. Der 56-jährige tritt damit die Nachfolge von Claudia Warning vom Evangelischen Entwicklungsdienst (eed) an, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hat.
"VENRO wird sich noch stärker dafür einsetzen müssen, dass ein Fünftel der Menschheit nicht aus dem Blick der Politik gerät. Es ist die drängendste Aufgabe der Entwicklungspolitik dafür zu sorgen, dass dieses ärmste Fünftel wirtschaftlich und sozial nicht abgekoppelt wird“, so Post. Die Entwicklungspolitik der neuen Bundesregierung müsse dieser Anforderung gerecht werden.
Komplette Pressemitteilung lesen10.12.2009
Klimagipfel: EU muss zahlen
Forderungen Afrikas ernst nehmenBonn, 10. Dezember 2009 – Die Europäische Union (EU) muss den afrikanischen Staaten mehr Finanzmittel für die Klimafinanzierung zur Verfügung stellen und zwar zusätzlich zu bereits bestehenden Verpflichtungen. Dies hat jetzt der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anlässlich des heutigen EU-Gipfels zur Soforthilfen in Brüssel gefordert.
„Die EU feiert sich als Vorreiter beim Klimaschutz, bei der Finanzierung stiehlt sie sich aber aus ihrer Verantwortung“, so VENRO-Vorstandsmitglied Bernd Bornhorst. Es sei nicht hinnehmbar, dass Mittel zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel in das ODA-Ziel von 0,7 Prozent angerechnet würden – so wie das die Bundesregierung am 3. Dezember im Bundestag beschlossen hat.
Deutschland zahlte im Jahr 2008 nur 0,38 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) an Entwicklungshilfe. Im nächsten Jahr müssten es 0,51 Prozent des BNE sein. Von der Ziel-Quote ist Deutschland damit noch weit entfernt.
Komplette Pressemitteilung lesen24.11.2009
Afghanistan: Neue Strategie gefordert
Hilfsorganisationen kritisieren MilitäreinsatzBonn, 24. November 2009 – Hilfsorganisationen haben die neue Bundesregierung zu einem grundlegenden Strategiewechsel in Afghanistan aufgefordert. Statt mehr Soldaten in den Krisenstaat am Hindukusch zu schicken, sollte der zivile Wiederaufbau vorangetrieben werden. Zudem müssten Frauenrechte und die Pressefreiheit endlich durchgesetzt und die demokratische Teilhabe der Bevölkerung verbessert werden, so der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO).
„Trotz des internationalen Militäreinsatzes hat sich die Situation der afghanischen Bevölkerung dramatisch verschlechtert. Sie leiden unter Armut und Hunger und der prekären Sicherheitslage“, sagt Jürgen Lieser, stellvertretender VENRO-Vorstandsvorsitzende. Gerade bei jungen Afghanen wachse der Zorn gegenüber den ausländischen Besatzern. Immer mehr würden sich bewaffneten Widerstandstruppen anschließen. „Vom Ziel, ein stabiles Afghanistan zu schaffen, sind wir weit entfernt.“
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Afrika-EU-Partnerschaft
Was hat sie den armen Menschen gebracht?Internationale Konferenz: Partnership for the Poor? The Joint Africa-EU Strategy: Risks and Opportunities
Bonn, 18. November 2009 – Im Dezember 2007 wurde die gemeinsame Afrika-EU-Strategie von afrikanischen und europäischen Staats-und Regierungschefs in Lissabon beschlossen. Ziel war es vor allem die afrikanische Zivilbevölkerung einzubeziehen. Doch ist dies tatsächlich gelungen? Welchen Nutzen hat die Strategie den armen Menschen tatsächlich gebracht? Ist ein politischer Richtungswechsel notwendig, um die Strategie energischer voranzutreiben? Wie kann die Zivilbevölkerung, insbesondere Frauen, besser bei der Umsetzung der Strategie eingebunden werden?
Diesen Fragen wird die VENRO-Konferenz „Partnership for the Poor“ nachgehen, die am 30. November im Gremiensaal der Deutschen Welle in Bonn stattfinden wird. Schwerpunkte bilden die Themen Gute Regierungsführung und Gender, Energie und Klima sowie Handel und regionale Integration. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Welle und dem Europäischen Dachverband Entwicklungspolitik CONCORD statt.
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Bildung für Nachhaltigkeit
Preisträger Ideenwettbewerb ernanntBonn, 11. November 2009 - Die Preisträger im Ideenwettbewerb „Bildung für Nachhaltigkeit“ stehen fest. Gekürt wurde unter anderem der Osnabrücker Verein Help Age für seine Kartoffel-Kampagne an Schulen und in Restaurants, die die Nahrhaftigkeit und Sortenvielfalt der uralten Kulturpflanze veranschaulicht.
Der bundesweite Wettbewerb wurde vom Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) ausgerichtet. Die Gewinner erhalten vom Hauptförderer, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Fördermittel von jeweils bis zu 9.500 Euro. Mit diesem Geld sollen die preisgekrönten Bildungsprojekte realisiert werden. Hintergrund des Wettbewerbs ist die bis zum Jahr 2014 andauernde UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
Die Kartoffel-Kampagne von Help Age zeigt, dass nachhaltige Ernährungsbildung leicht im Alltag integriert werden kann. Als besonders innovativ lobte die Jury die Idee, die Bedrohung durch den Klimawandel als Thema im Kölner Karneval aufzugreifen. Die Evangelische Kirche im Rheinland wird als Teilhaber der NRW-Klima-Kampagne „Heiße Zeiten“, das Thema Klimawandel mit Schülern erarbeiten und auf den Kölner Schull- und Veedelszöch im Jahr 2010 präsentieren – unter Beteiligung der Kunsthochschule Dhaka aus Bangladesch. Schirmherrin der Aktion ist die TV-Moderatorin Shari Reeves.
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Freiwilligendienste stärken Entwicklungspolitik
NRO-Forderung an Schwarz-GelbBonn, 28.10.2009 – „Weltwärts“ leistet einen wichtigen Beitrag in der deutschen Entwicklungspolitik. Deshalb muss das Freiwilligenprogramm auch unter der neuen schwarz-gelben Regierung weiterhin gefördert werden. Zu diesem Ergebnis kamen zivilgesellschaftliche Vertreterinnen und Vertreter aus den Ländern des Nordens und des Südens zum Abschluss eines Bonner-Symposiums zum Globalen Lernen.
„Dass laut Koalitionsvertrag von Schwarz-Gelb alle Freiwilligenprogramme einen einheitlichen Status bekommen sollen, ist für uns unverständlich. Weltwärts leistet ganz klar einen entwicklungspolitischen Beitrag, der nur unter besonderen Bedingungen erfüllt werden kann. Dies muss auch die neue Regierung anerkennen“, sagt Hildegard Peters, Vorstandsmitglied des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). „Es muss daher gemeinsames Ziel von Zivilgesellschaft und Staat bleiben, das Programm zu fördern und weiterzuentwickeln.“
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Strategischer Coup von Schwarz-Gelb
Entwicklungs-und Außenpolitik in liberaler HandBonn, 27. Oktober 2009 – Anlässlich des gestern unterzeichneten Koalitionsvertrages haben Hilfsorganisationen in Deutschland begrüßt, das die Forderung der FDP zur Abschaffung des Entwicklungsministeriums (BMZ) vorerst vom Tisch ist. Offen bleibt allerdings, wie das Ministerium in Zukunft unter schwarz-gelber Regierung geführt wird.
„Wir begrüßen natürlich, dass das BMZ als eigenständiges Ministerium erhalten bleibt. Die FDP wollte durch die Integration des Entwicklungsministeriums in das Auswärtige Amt (AA) die Kohärenz beider Politikbereiche sicherstellen. Wir wollen auch mehr Kohärenz, aber nicht auf diesem Weg. Unsere Befürchtung war, dass Entwicklungspolitik nach außenpolitischer Logik laufen würde“, sagt Claudia Warning, Vorstandsvorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO).
„Unter der neuen Regierung werden Außen- und Entwicklungspolitik von der FDP geführt. Wenn die Liberalen es mit der Kohärenz ernst meinen, dann sollte auch das Außenministerium das Anliegen der Armutsbekämpfung stärker mittragen. Vor allem sollte verhindert werden, dass das BMZ zur Außenstelle des AA umfunktioniert wird. Wir sind sehr gespannt, welchen Beitrag das neue Regierungsbündnis zur weltweiten Armutsbekämpfung leisten wird“, so Warning.
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