Zivil-militärische Zusammenarbeit
PRT-Positionspapier Afghanistan
Kritik an PRTs in Afghanistan
Der Einsatz der deutschen "Provincial Reconstruction Teams" (PRTs) hat die Sicherheitslage in Afghanistan nicht stabilisieren können. Zu diesem Ergebnis kommt VENRO in einem neuen Positionspapier, dass sich kritisch mit den deutschen PRTs auseinandersetzt. Die Vermischung von zivilen und militärischen Akteuren gefährdet vor allem die Unabhängigkeit der Humanitären Hilfe. Bereits im Oktober 2007 hatte der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) gefordert, dass sich Streitkräfte ausschließlich auf ihre Kernaufgaben, der militärischen Friedenssicherung, konzentrieren. Humanitäre Hilfe und Wiederaufbau sollten zivilen Akteuren überlassen werden.
VENRO-Positionspapier "Fünf Jahre deutsche PRTs in Afghanistan: Eine Zwischenbilanz aus Sicht der deutschen Hilfsorganisationen " hier
Im Mai 2003 hat VENRO das Positionspapier mit dem Titel „Streitkräfte als humanitäre Helfer: Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit zwischen Streitkräften und Hilfsorganisationen“ (Mai 2003) veröffentlicht, das die Grundsatzposition von VENRO zum Thema zivil-militärische Zusammenarbeit erläutert.
Das Positionspapier ist eine differenzierte politische Positionsbestimmung vor dem Hintergrund konkreter Erfahrungen der Hilfsorganisationen in humanitären Krisen, wie zum Beispiel in Ländern wie Afghanistan, dem Kosovo, Bosnien oder auch Ruanda. Die Zusammenarbeit mit Streitkräften wird dabei nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Es werden aber Voraussetzungen erarbeitet, unter denen diese Kooperation aus Sicht der Hilfsorganisationen sinnvoll oder nur eingeschränkt möglich ist.
VENRO-Positionspapier
"Streitkräfte als humanitäre Helfer?"
PDF (100 KB)
PDF engl. (123 KB)


